
Kopf
MRT Hypophyse
Hormonstörung, Gesichtsfeldausfall: MRT Hypophyse (Kernspintomographie der Hirnanhangsdrüse) in dünnen Schichten mit dynamischem Kontrastmittel – auch kleine Adenome und deren Bezug zum Sehnerv.
oben- In der Röhre
- 25–35
- Befund
- 1–3
Für wen
obenFür Patientinnen und Patienten mit hormonellen Auffälligkeiten (z.B. erhöhtes Prolaktin, Wachstumshormon oder Cortisol), Gesichtsfeldeinschränkungen oder einem Zufallsbefund an der Hirnanhangsdrüse – MRT Hypophyse in Frankfurt auf endokrinologische, neurologische oder augenärztliche Überweisung.
Wann
- Laborchemisch nachgewiesene Hormonstörung der Hirnanhangsdrüse: z.B. erhöhtes Prolaktin, Akromegalie, Morbus Cushing oder Unterfunktion mehrerer Hormonachsen
- Einschränkung des Gesichtsfeldes zu beiden Schläfenseiten hin, die auf Druck auf die Sehnervenkreuzung hinweisen kann
- Verlaufskontrolle eines bekannten Hypophysenadenoms oder einer Zyste (z.B. Rathke-Zyste), unter Medikamenten oder nach Operation
- Zufällig entdeckte Veränderung der Hypophyse in einer anderen Kopfuntersuchung („Inzidentalom“), die gezielt nachuntersucht werden soll
- Vermehrter Durst und Harndrang (Diabetes insipidus) mit Frage nach Veränderung des Hypophysenstiels
Wann nicht
- Plötzlich einsetzender, heftigster Kopfschmerz mit Sehstörung oder Bewusstseinsveränderung (Verdacht auf Einblutung in die Hypophyse): Notfall, sofort Klinik
- Allgemeine Kopfschmerzen ohne hormonelle oder neurologische Auffälligkeiten: hier ist eine gezielte Hypophysenuntersuchung meist nicht der richtige Weg
- Nicht MRT-fähiges Implantat (z.B. Herzschrittmacher)
Was die Bilder beantworten
oben- Dünne koronare und sagittale T2- und T1-Schichten der Sella-Region: Größe und Lage eines Adenoms, Hypophysenstiel, Sehnervenkreuzung
- Dynamische Kontrastmittelserie: kleine Adenome (Mikroadenome) nehmen Kontrastmittel später auf als das gesunde Gewebe
- T1 nach Kontrastmittel: Ausdehnung zum Sinus cavernosus und zur Keilbeinhöhle
- Übersichtssequenzen des Gehirns, um Begleitbefunde nicht zu übersehen
Ablauf
obenAnkommen
Anmeldung, Hormonbefunde, Sehstörungen, Voroperationen.
Aufklärung
Für die dynamische Serie wird Kontrastmittel über eine Vene gegeben; während der Messung ruhig liegen.
Lagerung
Rückenlage, Kopfspule, Kopf mit Polstern fixiert, Venenzugang am Arm.
Untersuchung
Üblich sind etwa 25–35 Minuten.
Gespräch
Nach der Untersuchung werden Ihnen die Bilder gezeigt und erläutert.
Schriftlicher Befund
Schriftlicher Befund mit Größenangabe und Vergleich zu Vorbildern in der Regel nach 1–3 Tagen.
Aufenthalt in der Praxis
Circa 1 Stunde einschließlich Venenzugang.
Vorbereitung
oben- Keine Nüchternpflicht
- Medikamente (z.B. Dopaminagonisten) wie verordnet weiter einnehmen
- Vorbilder möglichst vorab zur Verfügung stellen
Befund
obenGröße der Hypophyse bzw. eines Adenoms in drei Ebenen, Kontrastverhalten, Lage zum Hypophysenstiel, Abstand zur Sehnervenkreuzung, Ausdehnung zum Sinus cavernosus und zur Keilbeinhöhle, Vergleich mit Voruntersuchungen.
Befundung durch Dr. Christopher Behrens oder Dr. Manuel Schloß.
Grenze
oben- Sehr kleine hormonaktive Adenome (z.B. beim Morbus Cushing) können unter der Nachweisgrenze liegen; ein unauffälliges MRT schließt sie nicht sicher aus.
- Die MRT beschreibt die Anatomie; die Hormonfunktion beurteilt die Endokrinologie anhand von Laborwerten.
Quellen
- LeitlinieFreda PU et al., Endocrine Society. Pituitary Incidentaloma: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline. J Clin Endocrinol Metab 2011;96:894-904. 2011.
- LeitlinieBurns J et al., ACR. ACR Appropriateness Criteria Neuroendocrine Imaging. J Am Coll Radiol 2019;16:S161-S173. 2019.
Fragen
oben- Wie lange dauert es?
- Üblich sind 25–35 Minuten.
- Wann kommt der Befund?
- Der vollständige schriftliche Befund liegt in der Regel nach 1–3 Werktagen vor.
Termin
obenWas mitbringen
- Endokrinologische Befunde und Laborwerte
- Augenärztlicher Gesichtsfeldbefund
- Vor-MRTs auf CD
- Implantatausweis
Für Zuweiser
Benötigte Angaben
- Hormonbefunde (z.B. Prolaktin, IGF-1, Cortisol)
- Gesichtsfeldbefund
- Bekanntes Adenom: Größe, Therapie, Operation
- Kreatinin bei eingeschränkter Nierenfunktion