
Gelenke
MRT Hüfte
Durchblutungsstörung des Hüftkopfes, Ermüdungsbruch – oft sichtbar bei noch unauffälligem Röntgenbild. Dazu Gelenklippe, Knorpel und Sehnen: MRT Hüfte (Kernspintomographie) vor Gelenkspiegelung oder bei seitlichem Hüftschmerz.
oben- In der Röhre
- 25–35
- Befund
- 1–3
Für wen
obenFür Erwachsene und Jugendliche mit Leisten- oder Hüftschmerz, Bewegungseinschränkung oder Schmerzen an der Hüftaußenseite, wenn Röntgen die Ursache nicht erklärt – etwa vor einer Gelenkspiegelung oder bei Verdacht auf Hüftkopfnekrose. MRT Hüfte in Frankfurt am Main auf Überweisung oder als Privatleistung.
Wann
- Unklarer Leistenschmerz mit Verdacht auf Hüftkopfnekrose (Durchblutungsstörung des Hüftkopfes), z.B. nach Kortisontherapie
- Verdacht auf Ermüdungs- oder Insuffizienzbruch am Schenkelhals bei normalem Röntgenbild
- Femoroazetabuläres Impingement: Beurteilung von Gelenklippe (Labrum) und Knorpel vor einer möglichen Hüftarthroskopie
- Schmerzen an der Hüftaußenseite mit Frage nach Sehnenschaden der Gesäßmuskulatur (Glutealsehnen) oder Schleimbeutelentzündung
- Knochenmarködem-Syndrom oder entzündliche Gelenkerkrankung (Synovitis) bei unklarem Verlauf
Wann nicht
- Fortgeschrittene, im Röntgen eindeutige Hüftarthrose als alleinige Frage: die MRT ändert hier die Behandlung meist nicht
- Akuter Sturz mit Verdacht auf Schenkelhalsbruch und Gehunfähigkeit: Notaufnahme
- Nicht MRT-fähiges Implantat (z.B. Herzschrittmacher); bei liegender Hüftprothese nur mit speziellen Metallartefakt-reduzierten Sequenzen und eingeschränkter Aussage
Was die Bilder beantworten
oben- Koronare STIR bzw. fettgesättigte Sequenz beider Hüften: Knochenmarködem, Nekrose, Ermüdungsbruch
- T1 koronar: typische Linie der Hüftkopfnekrose, Frakturlinie, Knochenmark
- Hochauflösende schräge Schichten des betroffenen Gelenks: Labrum, Knorpel, Kopf-Hals-Übergang
- Kontrastmittel nur bei Entzündungs- oder Tumorverdacht; die direkte MR-Arthrografie ist eine Option bei speziellen Labrumfragen
Ablauf
obenAnkommen
Anmeldung, Seite, Dauer der Beschwerden, Kortison- oder Alkoholanamnese bei Nekrosefrage.
Aufklärung
Ruhig liegen, Lärmschutz, Kontrastmittel nur bei Bedarf.
Lagerung
Rückenlage, Körperspule über dem Becken, Füße leicht einwärts gedreht und fixiert.
Untersuchung
Üblich sind etwa 25–35 Minuten, da häufig beide Hüften in der Übersicht und die betroffene Seite gezielt untersucht werden.
Gespräch
Die Bilder werden Ihnen im Anschluss gezeigt und in Ruhe besprochen.
Schriftlicher Befund
Schriftlicher Befund in der Regel nach 1–3 Tagen.
Aufenthalt in der Praxis
Circa 45 Minuten bis 1 Stunde.
Vorbereitung
oben- Keine Nüchternpflicht
- Kleidung ohne Metall (Reißverschlüsse, Nieten) im Beckenbereich
- Schmerzmittel wie verordnet weiter einnehmen
Befund
obenHüftkopf und Schenkelhals (Ödem, Nekrose, Fraktur), Gelenkknorpel, Labrum, Kopf-Hals-Übergang, Erguss, Glutealsehnen und Schleimbeutel, Muskulatur, Iliosakralgelenke und Schambeinfuge in der Übersicht.
Befundung durch Dr. Christopher Behrens oder Dr. Manuel Schloß.
Grenze
oben- Labrumeinrisse und Knorpelschäden sind auch bei beschwerdefreien Menschen häufig; die MRT beschreibt sie, die klinische Bedeutung ergibt sich aus Untersuchung und Beschwerdebild.
- Ausgeprägte Arthrose lässt sich im Röntgen in Funktionsaufnahmen oft praktischer verfolgen als in der MRT.
Quellen
- LeitlinieAmerican College of Radiology (ACR). ACR Appropriateness Criteria: Chronic Hip Pain. J Am Coll Radiol, Narrative and Rationale. 2023.
- LeitlinieAmerican College of Radiology (ACR). ACR Appropriateness Criteria: Osteonecrosis. J Am Coll Radiol, Narrative and Rationale. 2022.
Fragen
oben- Wie lange dauert es?
- Üblich sind 25–35 Minuten.
- Wann kommt der Befund?
- Der vollständige schriftliche Befund liegt in der Regel nach 1–3 Werktagen vor.
Termin
obenWas mitbringen
- Röntgenbilder des Beckens und der Hüfte
- Medikamentenliste (insbesondere Kortison)
- Implantatausweis
Für Zuweiser
Benötigte Angaben
- Seite, Belastungs- oder Ruheschmerz
- Risikofaktoren für Hüftkopfnekrose (Kortison, Alkohol, Chemotherapie)
- Frage nach Impingement/Labrum oder Sehne
- Liegende Implantate