MRT Enddarm (Rektum)

Becken

MRT Enddarm (Rektum)

Beim Rektumkarzinom das zentrale Verfahren für lokale Ausbreitung und Therapieansprechen: MRT Rektum (Kernspintomographie des Enddarms). Strukturierte Angaben für die Tumorkonferenz. Perianale Fisteln und Abszesse lassen sich in derselben Untersuchung mitbeurteilen.

oben
In der Röhre
25–35
Befund
1–3

Für wen

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Für Patientinnen und Patienten mit neu diagnostiziertem Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) zur lokalen Ausbreitungsdiagnostik, nach Vorbehandlung zur Beurteilung des Ansprechens und in der Nachsorge – MRT Enddarm (Rektum) in Frankfurt auf Überweisung der behandelnden Gastroenterologie, Chirurgie oder Onkologie.

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Wann

  • Lokales Staging eines bioptisch gesicherten Rektumkarzinoms vor Therapiebeginn – nach der S3-Leitlinie ein wesentlicher Bestandteil der Diagnostik
  • Beurteilung des Ansprechens nach Strahlen- und/oder Chemotherapie (Restaging), frühestens etwa sechs Wochen nach Therapieende
  • Engmaschige Kontrollen im Rahmen eines „Watch-and-Wait“-Konzepts nach klinischer Komplettremission
  • Verdacht auf Lokalrezidiv nach Operation
  • Große Polypen oder unklare Wandverdickungen im unteren Enddarm, wenn die Tiefenausdehnung für die Behandlungsplanung wichtig ist
  • Komplexe oder wiederkehrende Analfistel, wenn vor einer Operation Gangverlauf und Bezug zum Schließmuskel geklärt werden sollen

Wann nicht

  • Darmkrebsvorsorge und Polypensuche: dafür ist die Darmspiegelung zuständig
  • Tumoren des oberen Dickdarms (Kolon): die lokale Ausbreitung wird hier üblicherweise mit CT beurteilt
  • Nicht MRT-fähiges Implantat (z.B. Herzschrittmacher)

Was die Bilder beantworten

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  • Hochauflösende T2-Schichten exakt senkrecht zur Tumorachse: Tiefe der Wandinfiltration, Abstand zur mesorektalen Faszie (MRF)
  • T2 in Längsrichtung: Abstand vom Schließmuskel, Bezug zum Beckenboden
  • Diffusionswichtung: Resttumor nach Vorbehandlung, Lymphknoten
  • Beurteilung von Gefäßeinbrüchen außerhalb der Darmwand (EMVI) und seitlichen Beckenlymphknoten

Ablauf

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  1. Ankommen

    Anmeldung, Histologie, Endoskopiebefund mit Tumorhöhe, Vorbehandlung.

  2. Aufklärung

    Ein krampflösendes Medikament gegen Darmbewegungen wird häufig gegeben; eine Darmreinigung wie zur Spiegelung ist nicht nötig. Ein kleiner Einlauf kurz vorher kann je nach Protokoll vorgesehen sein.

  3. Lagerung

    Rückenlage, Körperspule über dem Becken, Venenzugang am Arm.

  4. Untersuchung

    Üblich sind etwa 25–35 Minuten.

  5. Gespräch

    Nach der Untersuchung erfolgt ein kurzes Gespräch; die strukturierte Auswertung erhalten die Behandler im schriftlichen Befund, der in der Tumorkonferenz besprochen wird.

  6. Schriftlicher Befund

    Strukturierter schriftlicher Befund mit allen leitliniengerechten Angaben in der Regel nach 1–3 Tagen.

  7. Aufenthalt in der Praxis

    Circa 1 Stunde.

Vorbereitung

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  • Etwa 4 Stunden vorher nichts Schweres essen
  • Keine abführende Darmreinigung nötig
  • Glaukom oder Herzrhythmusstörungen bitte vorher angeben

Befund

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Tumorhöhe und -länge, cT-Kategorie, Abstand zur mesorektalen Faszie (mrCRM), extramurale Gefäßinvasion (EMVI), mesorektale und seitliche Beckenlymphknoten (cN), Bezug zu Schließmuskel und Bauchfellumschlagfalte, nach Therapie Regressionszeichen. Bei der Frage nach einer perianalen Fistel zusätzlich Gangverlauf, Bezug zum Schließmuskel und Abszesse.

Befundung durch Dr. Christopher Behrens oder Dr. Manuel Schloß.

Grenze

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  • Sehr frühe Tumoren (T1) lassen sich mit der MRT nicht immer sicher von T2-Tumoren unterscheiden; hier kann die Endosonographie ergänzen.
  • Nach Vorbehandlung ist die Unterscheidung von Narbengewebe und kleinem Resttumor eingeschränkt; die Bewertung erfolgt zusammen mit Endoskopie und Tastbefund.

Quellen

Fragen

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Wie lange dauert es?
Üblich sind 25–35 Minuten.
Wann kommt der Befund?
Der vollständige schriftliche Befund liegt in der Regel nach 1–3 Werktagen vor.

Termin

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Was mitbringen

  • Endoskopie- und Histologiebefund
  • Vorbilder (MRT, CT)
  • Therapieberichte
  • Implantatausweis
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Für Zuweiser

Benötigte Angaben

  • Histologie und Höhe ab Anokutanlinie
  • Primärstaging, Restaging oder Rezidivfrage
  • Art und Ende der Vorbehandlung
  • Gegenanzeigen gegen Butylscopolamin
BildversandEndoskopiebefund mit Tumorhöhe und Vorbilder vorab.
RückmeldungBefund an Zuweiser und Patient.
AnrufenTermin

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