MRT Gallenwege (MRCP)

Bauch

MRT Gallenwege (MRCP)

MRCP (MRT Gallenwege): Gallen- und Pankreasgänge ohne Endoskop und Röntgenstrahlung, meist ohne Kontrastmittel. Klärt, ob eine ERCP nötig ist.

oben
In der Röhre
20–30
Befund
1–3

Für wen

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Für Patientinnen und Patienten mit Verdacht auf Gallengangssteine, erweiterte Gallenwege, Gallenwegsentzündung oder unklare Beschwerden nach Gallenblasenentfernung – MRT Gallenwege (MRCP) in Frankfurt als nicht-invasive Darstellung des Gallen- und Pankreasgangsystems.

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Wann

  • Verdacht auf Steine im Hauptgallengang (Choledocholithiasis), z.B. bei erhöhten Leberwerten oder kolikartigen Schmerzen
  • Erweiterte Gallenwege im Ultraschall mit Frage nach Ursache (Stein, Engstelle, Tumor)
  • Diagnostik und Verlaufskontrolle einer primär sklerosierenden Cholangitis (PSC), z.B. bei chronisch-entzündlicher Darmerkrankung mit erhöhten Gallenwerten
  • Beschwerden nach Gallenblasenentfernung mit Frage nach Reststein oder Gangengstelle
  • Darstellung von Gangvarianten vor einer Operation oder bei unklarer Gangdarstellung in anderen Verfahren

Wann nicht

  • Akute Gallenkolik mit Fieber und Gelbsucht (Verdacht auf eitrige Gallenwegsentzündung): dringliche Klinik, häufig mit direkter endoskopischer Behandlung
  • Gallenblasensteine ohne Komplikationsverdacht: Diagnose im Ultraschall ausreichend
  • Nicht MRT-fähiges Implantat (z.B. Herzschrittmacher)

Was die Bilder beantworten

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  • Stark T2-gewichtete 3D-MRCP: Gallengänge und Pankreasgang als helle Strukturen ohne Kontrastmittel
  • Dünne axiale und koronare T2-Schichten: kleine Steine im Gangende (Papillenregion)
  • Diffusionswichtung und T1: Wandverdickung, Tumorverdacht, Leberveränderungen bei PSC
  • Kontrastmittel nur bei Frage nach Tumor, Entzündungsaktivität oder Komplikationen

Ablauf

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  1. Ankommen

    Anmeldung, Leber- und Gallenwerte, frühere Operationen an Galle oder Magen.

  2. Aufklärung

    Nüchternheit verbessert die Darstellung; Atemanhalten bzw. gleichmäßige Atmung. Kontrastmittel nur bei bestimmten Fragen.

  3. Lagerung

    Rückenlage, Körperspule auf dem Oberbauch.

  4. Untersuchung

    Üblich sind etwa 20–30 Minuten, mit zusätzlichen Leber- oder Kontrastmittelsequenzen etwas länger.

  5. Gespräch

    Im Anschluss werden die Gangbilder mit Ihnen angeschaut.

  6. Schriftlicher Befund

    Schriftlicher Befund mit Gangweiten und Steinnachweis in der Regel nach 1–3 Tagen.

  7. Aufenthalt in der Praxis

    Circa 45 Minuten bis 1 Stunde.

Vorbereitung

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  • Etwa 4–6 Stunden vorher nichts essen und trinken, damit Magen und Darm wenig Flüssigkeit enthalten und die Gänge gut sichtbar sind
  • Notwendige Medikamente mit einem Schluck Wasser einnehmen
  • Bei Diabetes die Nüchternphase mit dem Praxis-Team abstimmen

Befund

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Weite des Hauptgallengangs und der Gallengänge in der Leber, Steine mit Lage und Größe, Engstellen und deren Länge, Pankreasgang, Gallenblase, Gangvarianten, Begleitbefunde an Leber und Bauchspeicheldrüse.

Befundung durch Dr. Christopher Behrens oder Dr. Manuel Schloß.

Grenze

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  • Sehr kleine Steine unter etwa 3 mm, besonders direkt an der Papille, können übersehen werden.
  • Die MRCP ist eine reine Diagnostik; Steinentfernung oder Gangaufdehnung erfolgen bei Bedarf endoskopisch (ERCP).

Quellen

Fragen

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Wie lange dauert es?
Üblich sind 20–30 Minuten.
Wann kommt der Befund?
Der vollständige schriftliche Befund liegt in der Regel nach 1–3 Werktagen vor.

Termin

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Was mitbringen

  • Ultraschallbefund
  • Aktuelle Laborwerte
  • Operationsberichte
  • Implantatausweis
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Für Zuweiser

Benötigte Angaben

  • Leber- und Gallenwerte (Bilirubin, GGT, AP)
  • Klinik: Kolik, Gelbsucht, Fieber
  • Voroperationen (Gallenblase, Magen, Leber)
  • Bekannte PSC oder chronisch-entzündliche Darmerkrankung
BildversandUltraschallbefund und Laborwerte vorab.
RückmeldungBefund an Zuweiser und Patient.
AnrufenTermin

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