
Gelenke
MRT Handgelenk
Verborgene Brüche, Band- und Discusverletzungen, frühe Entzündung – im Röntgen noch unsichtbar. MRT Handgelenk (Kernspintomographie) als Entscheidungsbasis: ruhigstellen, beobachten oder operieren.
oben- In der Röhre
- 20–30
- Befund
- 1–3
Für wen
obenFür Patientinnen und Patienten mit Handgelenkschmerzen nach Sturz, bei unklaren chronischen Beschwerden an der Daumen- oder Kleinfingerseite oder bei Verdacht auf entzündliche Gelenkerkrankung, die eine MRT Handgelenk in Frankfurt zur Klärung benötigen.
Wann
- Verdacht auf (im Röntgen nicht sichtbaren) Bruch des Kahnbeins nach Sturz auf die ausgestreckte Hand
- Schmerzen an der Kleinfingerseite mit Frage nach Verletzung des Discus ulnocarpalis (TFCC)
- Verdacht auf Bandverletzung zwischen den Handwurzelknochen (z.B. SL-Band) bei Instabilität oder Kraftverlust
- Unklare Handgelenkschmerzen mit Frage nach Durchblutungsstörung des Mondbeins (Lunatummalazie) oder Ganglion
- Frühe Diagnostik bzw. Verlauf einer entzündlichen Gelenkerkrankung (z.B. rheumatoide Arthritis): Synovitis, Knochenmarködem, Erosionen
Wann nicht
- Akuter Bruch mit Fehlstellung, der klinisch und im Röntgen eindeutig ist: Versorgung hat Vorrang
- Karpaltunnelsyndrom ohne Besonderheiten: die Diagnose wird klinisch und neurologisch gestellt, die MRT ist nur bei atypischem Verlauf oder Raumforderungsverdacht sinnvoll
- Nicht MRT-fähiges Implantat (z.B. Herzschrittmacher)
Was die Bilder beantworten
oben- Hochauflösende koronare Schichten (PD mit Fettsättigung): Discus, Bänder, Knorpel
- T1 koronar: Bruchlinie am Kahnbein, Knochenmark, Durchblutungsstörung
- STIR / fettgesättigte Sequenzen: Knochenmarködem als Hinweis auf frische Verletzung oder Entzündung
- Kontrastmittel bei Frage nach Synovitis (Rheuma), Vitalität des Kahnbeins nach Bruch oder Tumor
Ablauf
obenAnkommen
Anmeldung, Seite, Unfallzeitpunkt bzw. Beginn der Beschwerden.
Aufklärung
Hand liegt fixiert in einer kleinen Spule und muss still bleiben. Kontrastmittel nur bei passender Frage.
Lagerung
Je nach Gerät Bauchlage mit Arm über dem Kopf oder Rückenlage mit Hand neben dem Körper.
Untersuchung
Üblich sind etwa 20–30 Minuten.
Gespräch
Nach der Untersuchung werden Ihnen die Bilder vorgestellt und der Befund wird besprochen.
Schriftlicher Befund
Schriftlicher Befund in der Regel nach 1–3 Tagen.
Aufenthalt in der Praxis
Circa 45 Minuten bis 1 Stunde, mit Kontrastmittel etwas länger.
Vorbereitung
oben- Ringe, Armbanduhr und Armbänder ablegen
- Keine Nüchternpflicht
- Gips oder Schiene vorher mit dem Praxis-Team absprechen
Befund
obenKnochen der Handwurzel mit Bruchlinien und Knochenmarködem, Discus ulnocarpalis (TFCC), Bänder zwischen den Handwurzelknochen, Knorpel, Sehnen und Sehnenscheiden, Ganglien, Synovitis.
Befundung durch Dr. Christopher Behrens oder Dr. Manuel Schloß.
Grenze
oben- Sehr feine Bandrisse sind trotz hochauflösender Technik nicht immer eindeutig; in Einzelfällen bleibt die Spiegelung des Gelenks (Arthroskopie) der Referenzstandard.
- Für die Beurteilung der knöchernen Durchbauung nach Kahnbeinbruch ist die CT häufig aussagekräftiger.
Quellen
- Arbeit zum nächsten SchrittMohan J et al.. Patient-Friendly Summary of the ACR Appropriateness Criteria: Chronic Hand and Wrist Pain: 2024 Update. J Am Coll Radiol 2025;22:147. 2025.
- Arbeit zum nächsten SchrittRose S et al.. Patient-Friendly Summary of the ACR Appropriateness Criteria: Acute Hand and Wrist Trauma. J Am Coll Radiol 2021;18:e3. 2021.
Fragen
oben- Wie lange dauert es?
- Üblich sind 20–30 Minuten.
- Wann kommt der Befund?
- Der vollständige schriftliche Befund liegt in der Regel nach 1–3 Werktagen vor.
Termin
obenWas mitbringen
- Röntgenbilder, sofern vorhanden
- Rheumatologische Vorbefunde
- Implantatausweis
- Überweisung mit Fragestellung
Für Zuweiser
Benötigte Angaben
- Seite, Unfalldatum und Mechanismus
- Lokalisation: daumenseitig, kleinfingerseitig, zentral
- Rheumatologische Fragestellung und Laborwerte, falls zutreffend
- Kreatinin bei geplanter Kontrastmittelgabe